Die Feuerwehr-Laufkarte und re'graph feiern Geburtstag


25.09.2018

Stuttgart, 25. September 2018 – Die Feuerwehr-Laufkarte wird 40 Jahre alt. Entwickelt wurde sie von Brandschutzpionier Günther Krupke gemeinsam mit der Siemens AG und der Feuerwehr in Stuttgart. Die ersten Auslieferungen erfolgten im Jahr 1978. Feuerwehr-Laufkarten zeigen der Feuerwehr am Objekt den Angriffsweg zum auslösenden Brandmelder und ermöglichen damit einen effektiven Löschangriff. Die damalige Innovation erwies sich als so erfolgreich, dass sie bereits einige Jahre später ihren Eingang in die DIN 14675 fand.



Die ersten Feuerwehr-Laufkarten ent­standen aufwendig per Hand auf dem Reißbrett. Farbige Symbole und Grafi­ken wurden mittels Folie und Anreibe­löffel einzeln auf die Feuerwehr-Lauf­karten aufgetragen. Seitdem hat sich viel getan. Die Informationen zu den Feuerwehr- Laufkarten sind heutzutage elektronisch gespeichert und können zeitsparend und komfortabel geändert und ausgedruckt werden.

Die aktuelle Stufe der Entwicklung sind elektronische Informationssysteme, die alle relevanten Informationen aus den
Brandmelderzentralen (BMZ) empfan­gen und elektronisch zur Verfügung stellen. Dadurch hat die Feuerwehr be­reits während der Anfahrt alle relevan­ten Informationen und Brandschutzgra­fiken zur Verfügung, beispielsweise auf einem Tablet.

Die ersten Feuerwehr-Laufkarten wur­den von der vom Brandschutzpionier Günther Krupke im Jahr 1978 gegrün­deten "re'graph Gesellschaft für Re­prographie und Gebrauchsgraphik mbH" hergestellt. Das Unternehmen firmiert heute als "re'graph Gesellschaft für graphische Infosysteme mbH" und fei­ert wie die Feuerwehr-Laufkarte eben­ falls 40-jähriges Jubiläum. Die Sicher­heitsPraxis sprach mit Geschäftsführer Ivo Krupke und Vertriebsleiter Marco Rosenberger.

SicherheitsPraxis:
re'graph feiert in diesem Jahr 40-jähriges Firmenjubiläum, was selbst für die Sicherheitsbranche ungewöhnlich ist. Wie haben Sie das geschafft?

Krupke:
Wir ruhen uns nicht auf den von meinem Vater geschaffenen Lorbeeren aus, sondern suchen beständig nach Innovationen, um Herstellern, Er­richtern, Betreibern und Feuerwehren den vorbeugenden Brandschutz so effizient wie möglich zu machen. Während der ganzen Zeit haben wir auf gesundes, organisches Wachstum geachtet, was sie an der beständigen Entwicklung der Mitarbeiteranzahl und des Betriebsge­ländes ablesen können.

Rosenberger:
Darüber hinaus stehen für uns die Berücksichtigung indi­vidueller Kundenanforderungen und eine hohe Qualität im Vordergrund. Der Bereich "Sonderbau" besitzt bei re'graph einen außerordentlich hohen Stellenwert. Und als Komplettanbieter mit breitem Portfolio und vielfältigen Servicedienstleistungen arbeiten wir eng mit den deutschen Feuerwehren und Behörden zusammen, was unseren Kunden sehr viel Zeit spart.

SicherheitsPraxis:
Was können wir uns unter "grafischen und elektronischen Informationssystemen für den Vorbeugenden Brandschutz" vorstellen?

Krupke:
Darunter fallen beispielsweise alle Brandschutzgrafiken wie Feuer­wehrpläne nach DIN 14095 [3], Feu­erwehr- Laufkarten nach DIN 14675 [1] oder auch Flucht- und Rettungspläne nach DIN ISO 23601 [4]. Diese werden seit 40 Jahren eingesetzt und sind von Behörden und Feuerwehren allgemein anerkannt. Trotzdem bleibt auch heute noch Raum für Innovationen. So bietet re'graph seit neuestem Feuerwehr-Lauf­karten auf synthetischem Papier an, die nicht mehr laminiert werden müssen und damit umweltfreundlich sind. Sie sind ohne weitere Behandlung wasser­ fest, UV-beständig, schwer entflamm­bar und unzerreißbar.

Rosenberger:
Elektronische Informa­tionssysteme gehen noch weiter. Wir sind auf diesem Gebiet seit den 90er Jahren aktiv, z.B. mit Feuerwehr­ Informationszentralen (FIZ). Die bis­her letzte Stufe ist unser redundanter Feuerwehr-Peripheriering Aplimo, der Alarme, Meldungen und Informatio­nen aller angeschlossenen Brandmel­derzentralen empfängt und speichert. Das Informationssystem Aplis zeigt diese Daten auf Browsern und Mobil­geräten an. Gleichzeitig werden alle Brandschutzgrafiken und sogar die Dokumentation der Brandmeldeanlage (BMA) zentral auf einem lokalen Ser­ver gespeichert und lassen sich einfach aktualisieren. Betreiber, Errichter und Feuerwehren haben so alle relevanten Einsatzinformationen quasi in Echtzeit zur Verfügung.

SicherheitsPraxis:
Der vorbeugende Brandschutz ist stark von Vorschriften geprägt. Bleibt da über­haupt Raum für Innovationen?

Krupke:
Bei uns entstehen Innovati­onen aus den Anforderungen von Be­hörden, Feuerwehren, Errichtern und Betreibern. Diese werden zuerst in Pilotprojekten in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber umgesetzt. Viele kommen danach im ganzen Markt gut an. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Feuerwehr-Anlaufstation in 19"­ Rackbauweise.

SicherheitsPraxis:
Laufkarten, Bedienfelder und Anzei­getableaus sind in erster Linie für die Feuerwehr gedacht. Was haben denn die Betreiber davon?

Rosenberger:
Betreiber von Brandmel­deanlagen schätzen unsere Qualität und haben die Gewissheit, dass die Feu­erwehr optimale Einsatzbedingungen vorfindet. Das ist die Voraussetzung für die Minimierung von Schäden und Be­triebsausfällen bei einem Brand.

Krupke:
Elektronische Informations­systeme wie Aplis/Aplimo stellen dem Betreiber sämtliche Informationen aus den BMZ bereit. So können im Alarmfall interne Mitarbeiter unverzüglich infor­miert und Alarme verifiziert werden. Darüber hinaus ist die stets aktuelle Anlagendokumentation der BMA auf dem lokalen Aplis-Datenserver aktuell verfügbar.

SicherheitsPraxis:
Wie beurteilen Sie die Zukunft des
Marktes?

Krupke:
Der schnelle Zugang zum Objekt und einheitliche vor-Ort-Informationen über Brandschutzeinrichtungen sind auch in Zukunft entscheidend für einen erfolgreichen Löschangriff der Feuerwehr. Ob sich die Randbedingungen im Zuge von Smart Building – z.B. schlüsselloser Gebäudezugang für die Feuerwehr – auswirken werden, bleibt abzuwarten. Die Sicherheit hat auf jeden Fall Vorrang. Einen weiteren Schub wird die breite Verwendung des Building Information Modelings BIM erzeugen. Die von uns zur Verfügung gestellten Informationen aus einer BMA könnten zukünftig beispielsweise auch in der Gebäudeleittechnik Verwendung finden.

Herr Krupke, Herr Rosenberger, wir bedanken uns für das Gespräch!







Die ersten Feuerwehr-Laufkarten ent­standen aufwendig per Hand auf dem Reißbrett. Farbige Symbole und Grafi­ken wurden mittels Folie und Anreibe­löffel einzeln auf die Feuerwehr-Lauf­karten aufgetragen. Seitdem hat sich viel getan. Die Informationen zu den Feuerwehr- Laufkarten sind heutzutage elektronisch gespeichert und können zeitsparend und komfortabel geändert und ausgedruckt werden.

Die aktuelle Stufe der Entwicklung sind elektronische Informationssysteme, die alle relevanten Informationen aus den
Brandmelderzentralen (BMZ) empfan­gen und elektronisch zur Verfügung stellen. Dadurch hat die Feuerwehr be­reits während der Anfahrt alle relevan­ten Informationen und Brandschutzgra­fiken zur Verfügung, beispielsweise auf einem Tablet.

Die ersten Feuerwehr-Laufkarten wur­den von der vom Brandschutzpionier Günther Krupke im Jahr 1978 gegrün­deten "re'graph Gesellschaft für Re­prographie und Gebrauchsgraphik mbH" hergestellt. Das Unternehmen firmiert heute als "re'graph Gesellschaft für graphische Infosysteme mbH" und fei­ert wie die Feuerwehr-Laufkarte eben­ falls 40-jähriges Jubiläum. Die Sicher­heitsPraxis sprach mit Geschäftsführer Ivo Krupke und Vertriebsleiter Marco Rosenberger.

SicherheitsPraxis:
re'graph feiert in diesem Jahr 40-jähriges Firmenjubiläum, was selbst für die Sicherheitsbranche ungewöhnlich ist. Wie haben Sie das geschafft?

Krupke:
Wir ruhen uns nicht auf den von meinem Vater geschaffenen Lorbeeren aus, sondern suchen beständig nach Innovationen, um Herstellern, Er­richtern, Betreibern und Feuerwehren den vorbeugenden Brandschutz so effizient wie möglich zu machen. Während der ganzen Zeit haben wir auf gesundes, organisches Wachstum geachtet, was sie an der beständigen Entwicklung der Mitarbeiteranzahl und des Betriebsge­ländes ablesen können.

Rosenberger:
Darüber hinaus stehen für uns die Berücksichtigung indi­vidueller Kundenanforderungen und eine hohe Qualität im Vordergrund. Der Bereich "Sonderbau" besitzt bei re'graph einen außerordentlich hohen Stellenwert. Und als Komplettanbieter mit breitem Portfolio und vielfältigen Servicedienstleistungen arbeiten wir eng mit den deutschen Feuerwehren und Behörden zusammen, was unseren Kunden sehr viel Zeit spart.

SicherheitsPraxis:
Was können wir uns unter "grafischen und elektronischen Informationssystemen für den Vorbeugenden Brandschutz" vorstellen?

Krupke:
Darunter fallen beispielsweise alle Brandschutzgrafiken wie Feuer­wehrpläne nach DIN 14095 [3], Feu­erwehr- Laufkarten nach DIN 14675 [1] oder auch Flucht- und Rettungspläne nach DIN ISO 23601 [4]. Diese werden seit 40 Jahren eingesetzt und sind von Behörden und Feuerwehren allgemein anerkannt. Trotzdem bleibt auch heute noch Raum für Innovationen. So bietet re'graph seit neuestem Feuerwehr-Lauf­karten auf synthetischem Papier an, die nicht mehr laminiert werden müssen und damit umweltfreundlich sind. Sie sind ohne weitere Behandlung wasser­ fest, UV-beständig, schwer entflamm­bar und unzerreißbar.

Rosenberger:
Elektronische Informa­tionssysteme gehen noch weiter. Wir sind auf diesem Gebiet seit den 90er Jahren aktiv, z.B. mit Feuerwehr­ Informationszentralen (FIZ). Die bis­her letzte Stufe ist unser redundanter Feuerwehr-Peripheriering Aplimo, der Alarme, Meldungen und Informatio­nen aller angeschlossenen Brandmel­derzentralen empfängt und speichert. Das Informationssystem Aplis zeigt diese Daten auf Browsern und Mobil­geräten an. Gleichzeitig werden alle Brandschutzgrafiken und sogar die Dokumentation der Brandmeldeanlage (BMA) zentral auf einem lokalen Ser­ver gespeichert und lassen sich einfach aktualisieren. Betreiber, Errichter und Feuerwehren haben so alle relevanten Einsatzinformationen quasi in Echtzeit zur Verfügung.

SicherheitsPraxis:
Der vorbeugende Brandschutz ist stark von Vorschriften geprägt. Bleibt da über­haupt Raum für Innovationen?

Krupke:
Bei uns entstehen Innovati­onen aus den Anforderungen von Be­hörden, Feuerwehren, Errichtern und Betreibern. Diese werden zuerst in Pilotprojekten in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber umgesetzt. Viele kommen danach im ganzen Markt gut an. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Feuerwehr-Anlaufstation in 19"­ Rackbauweise.

SicherheitsPraxis:
Laufkarten, Bedienfelder und Anzei­getableaus sind in erster Linie für die Feuerwehr gedacht. Was haben denn die Betreiber davon?

Rosenberger:
Betreiber von Brandmel­deanlagen schätzen unsere Qualität und haben die Gewissheit, dass die Feu­erwehr optimale Einsatzbedingungen vorfindet. Das ist die Voraussetzung für die Minimierung von Schäden und Be­triebsausfällen bei einem Brand.

Krupke:
Elektronische Informations­systeme wie Aplis/Aplimo stellen dem Betreiber sämtliche Informationen aus den BMZ bereit. So können im Alarmfall interne Mitarbeiter unverzüglich infor­miert und Alarme verifiziert werden. Darüber hinaus ist die stets aktuelle Anlagendokumentation der BMA auf dem lokalen Aplis-Datenserver aktuell verfügbar.

SicherheitsPraxis:
Wie beurteilen Sie die Zukunft des
Marktes?

Krupke:
Der schnelle Zugang zum Objekt und einheitliche vor-Ort-Informationen über Brandschutzeinrichtungen sind auch in Zukunft entscheidend für einen erfolgreichen Löschangriff der Feuerwehr. Ob sich die Randbedingungen im Zuge von Smart Building – z.B. schlüsselloser Gebäudezugang für die Feuerwehr – auswirken werden, bleibt abzuwarten. Die Sicherheit hat auf jeden Fall Vorrang. Einen weiteren Schub wird die breite Verwendung des Building Information Modelings BIM erzeugen. Die von uns zur Verfügung gestellten Informationen aus einer BMA könnten zukünftig beispielsweise auch in der Gebäudeleittechnik Verwendung finden.

Herr Krupke, Herr Rosenberger, wir bedanken uns für das Gespräch!


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